Wohnsiedlung Rotbuchstrasse

Wohnsiedlung Rotbuchstrasse

(Visualisierung von Edelaar Mosayebi und Inderbitzin Architekt*Innen AG )

Wohnsiedlung Rotbuchstrasse

Auf dem städtischen Areal zwischen Rotbuch- und Seminarstrasse soll eine autofreie Mehrgenerationensiedlung entstehen, welche bezahlbaren Wohnraum für 118 Menschen schafft. Die Stadt Zürich beabsichtigt, zwei Grundstücke im Quartier Unterstrass der Stiftung Einfach Wohnen (SEW) im Baurecht abzugeben. Mit der «Wohnsiedlung Rotbuchstrasse» will die Stiftung Einfach Wohnen generationenübergreifendes Wohnen in Zürich-Unterstrass ermöglichen. Die Siedlung wird mit einem Kindergarten ergänzt. Nebst dem Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit steht ein geringer CO2-Verbrauch in der Erstellung und im Betrieb im Zentrum. Dazu gehören eine CO2 neutrale Energieerzeugung, Reduktion der Treibhausgas-Emissionen, Erstellung einer PV Anlage und der Verwendung CO2-armer Materialien. Insbesondere der Ort mit dem bestehenden Baumbestand soll respektiert und weiterentwickelt werden.

2021 hat das Amt für Hochbauten im Auftrag der Stiftung einen Architekturwettbewerb durchgeführt. Das Team von Edelaar Mosayebi und Inderbitzin Architekt*Innen AG und Ganz Landschaftsarchitekten BSLA aus Zürich hat den Architekturwettbewerb gewonnen.

Eckdaten
  • Zeitplan

    4. April 2023: Erhalt Bauentscheid, Rekurs gegen den Bauentscheid

    2022 – 2023: Bauprojekt, Baubewilligungsverfahren

    2022: Vorprojekt

    2021: Projektierungskredit, Architekturwettbewerb, Öffentliche Informationsveranstaltung

  • Eckdaten

    • Adresse: Rotbuchstrasse 18 und Seminarstrasse 19
    • Anzahl Wohnungen:  42, davon 1/3 subventioniert.
    • Wohnungsspiegel:
        • 8 x 1.5-Zwg
        • 12 x 2.5-Zwg
        • 10 x 3.5-Zwg
        • 7 x 4.5-Zwg
        • 1 x 5.5-Zwg
        • 4 x 7.5-Zwg
    • Gemeinschaftseinrichtungen:
        • gemeinschaftliche Waschküchen- und Trockenräume
        • Gemeinsamer Garten und Dachterrasse
        • Velogarage
        • 1 x Gästezimmer
        • 1 x Gemeinschaftsraum
        • 8 x Teilen-Räume
    • Kindergarten 
    • Abstellplätze:
        • IV- & Besucher-Parkplätze
        • Veloabstellplätze
  • Wettbewerb

    Das Amt für Hochbauten hat 2021 im Auftrag der Stiftung Einfach Wohnen einen Architekturwettbewerb durchgeführt. Das Team von Edelaar Mosayebi und Inderbitzin Architekt*Innen AG und Ganz Landschaftsarchitekten BSLA aus Zürich hat den Architekturwettbewerb gewonnen.

    Beim Wettbewerb war der Erhalt des Baumbestandes und die naturnahe, klimawirksame und qualitativ hochstehenden Aussenraumgestaltung wichtige Anforderungen. Das Projekt „Volière“ von EMI & Ganz Landschaftsarchitekten überzeugte die Jury mit Nachhaltigkeit als dem zentralen Entwurfsthema.

    Innovative Synergien: Architektur und Natur im Einklang
    Das Siegerprojekt «VOLIÈRE» bildet eine Symbiose mit der bestehenden Natur: Das Wohnhaus mit Wohnraum für mehr als 100 Menschen, vielfältigen Begegnungsorten und Gemeinschaftsbereichen wurde geschickt für diesen Ort rund um den Baumbestand und die Landschaftselemente entwickelt. Der Gemeinschaftraum zum Garten, die geschossweise angeordnete gemeinschaftliche Wohnterrasse mit dem zugehörigen Wohn- und Arbeitszimmer sowie eine ebenfalls gemeinschaftlich genutzte Dachterrasse erweitern die Wohnqualitäten.
    Der umfassende Nachhaltigkeitsgedanke ist zentrales Element des Siegerprojekts – es schafft innovative Synergien zwischen Ressourceneffizienz, Netto-Null und Stadtklima und weist ein ausgewogenes Verhältnis von Bebauung zu Baumbestand und Aussenraum auf.

     

    Medienmitteilung

    Umtanzte Bäume - Artikel Espazium
Das Projekt im Detail
  • Bauprojekt Rotbuchstrasse

    Die SEW plant auf dem städtischen Areal an der Rotbuchstrasse Ecke Seminarstrasse eine Wohnsiedlung für rund 100 Menschen.  Ziel des Projektes ist es bezahlbaren Wohnraum für eine generationendurchmischte Gemeinschaft mit diversen Haushaltsformen zu schaffen.

    Mit der „Wohnsiedlung Rotbuch“ sollen 42 Wohnungen mit 1.5 bis 7.5-Zimmern für das untere bis mittlere Drittel der Zürcher Haushaltseinkommen entstehen. Die individuelle Wohnfläche wird zugunsten gemeinschaftlich genutzter Flächen minimiert. Es entstehen flächensuffiziente Grundrisse. Die Wohnungen werden durch acht „Teilen-Räume“ ergänzt, welche als geteilte Wohn-, Arbeits- und Aufenthaltsfläche genutzt werden kann. Zudem entsteht ein Gästezimmer und ein Gemeinschaftsraum. Die Wohnungen werden hofseitig durch Laubengänge erschlossen.

    Neben den sozialen Zielen, stehen ökologische Kriterien im Vordergrund. Die Mehrzahl des alten Baumbestandes soll erhalten, so dass die Bäume weiterhin ihren wichtigen Beitrag für das Stadtklima und die Speicherung von CO2 sowie für die Aufenthalts- und Wohnqualität leisten können. So passt sich der Fussabdruck des Gebäudes an die Bäume an und stellt diese in den Mittelpunkt. Der Garten des ehemaligen Rotbuchguts soll durch Neupflanzungen weiterentwickelt werden. Weitere ökologische Ziele sind möglichste geringe Treibhausgasemissionen bei Erstellung und im Betrieb durch die Verwendung CO2-armer Baumaterialen und einer ressourceneffizienten und flexiblen Konstruktion. Das Gebäude soll an das Fernwärmenetz angeschlossen werden und mit einer PV-Anlage eigene fossilfreie Energie erzeugen.

  • Visualisierungen

     

    (Alle Visualisierung von Edelaar Mosayebi und Inderbitzin Architekt*Innen AG )

     

    Modellfoto Entwurf Stand Wettbewerb (Modellfoto Wohnsiedlung Rotbuch Siegerprojekt VOLIÈRE, 1 MB)
  • Projektbeteiligte

    • Edelaar Mosayebi und Inderbitzin Architekten AG
    • Ganz Landschaftsarchitekten BSLA
    • Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG
    • Boess & Partner und Durable Planung und Beratung GmbH
  • Sonstiges